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Gentechnikfreie Region Parchim/Prignitz

Parchim und die Prignitz haben eine weitere gentechnisch freie Region! Die schleichende, fast heimliche Ausbreitung der Gentechnik in unseren Nahrungsmitteln gab den Bäuerinnen und Bauern von fünf landwirtschaftlichen Betrieben in der Prignitz und im südlichen Landkreis Parchim den Anstoß zu dieser Erklärung, die am 31. Januar 2008 unterzeichnet wurde.

Wir arbeiten ohne Gentechnik für eine hohe Qualität in unseren Nahrungsmitteln. Viele Verbraucher wissen gar nicht, dass schon heute auf der Verpackung zahlreicher Futtermittel, die auf konventionell wirtschaftenden Betrieben Verwendung finden, der Vermerk steht, dass gentechnisch veränderte Bestandteile enthalten sein können.

Auf diese Weise geht die Futtermittelindustrie ihrer Verantwortung aus dem Weg, für Futterstoffe zu sorgen, die solche Verunreinigungen nicht aufweisen. Leidtragende sind zuerst die Bauern, die keine Gentechnik auf ihren Höfen haben wollen, die sich aber oftmals nicht gegen die Futtermittelindustrie behaupten können. Am Ende landet aber ein Produkt im Ladenregal, von dem keiner mehr sagen kann, wie niedrig oder wie hoch der Anteil gentechnisch veränderter Substanzen ist.

Im Biobereich ist Gentechnik generell verboten. Die Bäuerinnen und Bauern fürchten aber, dass sich dieses Verbot nur aufrecht erhalten lässt, wenn viele Verbraucher mithelfen, dieses klammheimliche Einsickern der Gentechnik aufzuhalten.

Das kann geschehen, indem Produkte, die nicht ausdrücklich frei von solchen Substanzen sind, vom Einkaufszettel gestrichen werden. Das kann geschehen, indem Landbesitzer ihre Pächter anweisen, auf ihren Flächen keine Gentechnik anzuwenden.

Denn anders als bei einem Chemieunfall, wo das ausgeströmte Gift langsam abgebaut wird, verläuft Gentechnik umgekehrt. Ein zunächst kleiner Unfall erzeugt eine Wirkung, die immer größer und größer wird und nicht mehr aufzuhalten ist.

Mit der gentechnikfreien Region Parchim/Prignitz soll ein weiteres Zeichen gesetzt werden, dass Bäuerinnen und Bauern «ob konventionell oder biologisch«, Verbraucher, Imker, Gartenbesitzer, Naturliebhaber keine Gentechnik in unserer Region haben möchten. Alle Interessierten sind eingeladen, sich anzuschliessen.

Das nächste Treffen findet statt am 6. März um 20 Uhr im Café 7 auf dem SiebenGiebelHof.


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