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Protestaktion gegen industrielle Tierhaltungsanlagen
Demeter und der Hof Medewege unterstützen die Protestaktion gegen industrielle Tierhaltungsanlagen am 26. Januar 2011, 11.00 Uhr vor dem Schweriner Landtag.
Wir unterstreichen die politischen Forderungen des Aktionsbündnisses und verweisen auf unsere praktische Arbeit, mit der wir Tag für Tag die Alternative zu der von Skandalen geprägten bisherigen Form der Landwirtschaft aufzeigen.
Es geht auch anders
Der Demeter Hof Medewege zeigt seit fast 20 Jahren wie eine nachhaltige ökologische Tierhaltung funktioniert: Wie alle Demeter-Landwirte betrachtet Georg Jahn den Hof als lebendigen, einzigartigen Organismus: „Wir bemühen uns in regionalen Kreisläufen zu wirtschaften. Wenn unsere Kunden das honorieren, haben sie einen guten Einblick in die Erzeugung ihrer Lebensmittel. Die Verbraucher bestimmen mit ihrem Kaufverhalten wohin sich die Qualität der Lebensmittel entwickelt!“
In der Tierhaltung orientiert sich der Landwirt an den Bedürfnissen der Tiere und setzt auf eine wesensgemäße Tierhaltung. So verzichten Demeter Landwirte z.B. bei Rindern bewusst auf das schmerzhafte Enthornen. Und dies nicht nur aus Respekt vor der Integrität der Tiere, sondern auch aus einem ganzheitlichen Qualitätsbemühen.
Auch bei der Geflügelhaltung gehen sie weiter als Verordnungen das vorschreiben. So ist z.B. das Schnäbel-Kupieren bei Hühnern untersagt. Weniger Medikamenteneinsatz und Priorität für homöopathische, anthroposophische oder pflanzliche Heilmittel passen zum Selbstverständnis der Geflügelhalter.
Das Tierfutter stammt aus eigener Produktion: auf dem Hof werden nur so viele Tiere gehalten, wie die Weide- und Ackerflächen hergeben. Der Mist der Tiere wird dann in besten Dünger verwandelt, der die Bodenfruchtbarkeit nachhaltig fördert. Typisch für den biologisch-dynamischen Landbau ist der Einsatz spezieller Präparate aus Heilkräutern, Mineralien und Kuhdung. Dadurch kann die Fruchtbarkeit des
Bodens erheblich gesteigert werden. Biologisch-dynamische Wiesen sind besonders kräuterreich, ergeben also vielseitiges, gesundes Futter für die Tiere, die dadurch beste Milch- und Fleischergebnisse erzielen können. Demeter-Tiere werden selbstverständlich mit 100 Prozent Biofutter versorgt.
Wer im Gegensatz dazu Tiere als reine Produktionsmittel betrachtet, hat beim Futter dann allein den Output Fleisch oder Ei - im Blick und greift dafür auf alles zurück, was Kalorien zuführt, unabhängig davon, ob es der Tiernatur entspricht.
Die 1400 Demeter-Bauern in Deutschland und viele ihrer Öko-Kollegen haben längst gezeigt, dass tiergerechte Haltung in einem vielfältigen, geschlossenen Hoforganismus einziger Garant für qualitativ hochwertige Lebensmittel ist.
Der Wunsch der Verbraucher nach gesunder Nahrung erfüllt sich nur, wenn ein respektvoller Umgang mit den Tieren mit verantwortungsbewusster Herdenführung und tiergemäßer Fütterung einhergeht und die landwirtschaftlichen Erzeugnisse aus diesen transparenten Zusammenhängen entsprechend honoriert werden. Wer sich an den Bedürfnissen des Tieres orientiert und entsprechend füttert, erhält nicht nur gesunde Tiere, sondern auch besonders leckere und gesunde Lebensmittel.
pdf-Presseerklärung

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