Hofrind - unsere Kälber bleiben

 

HofRind - Unsere Kälber bleiben

Um Milch zu geben bekommen Kühe jedes Jahr ein Kalb. Weil die Nachfrage nach Rindfleisch vom Nachwuchs der Milchkühe doch bisher noch sehr gering ist, können viele Landwirt*innen die Tiere nicht auf dem eigenen Betrieb aufziehen. Damit die Kälber, die auf Demeter-Betrieben geboren werden auch auf diesen ein gutes Leben führen können, wollen wir neue Vermarktungswege für regionales Demeter-Rind- und -Kalbfleisch aus der Milchkuhhaltung schaffen. 

In Kooperation mit Landwirt*innen, Schlachter*innen und Händler*innen in Norddeutschland startet die Aktion HofRind: Die Geschwisterrinder werden nach Demeter-Prinzipien aufgezogen und anschließend bei Partner*innen in der Region geschlachtet. Hofläden und Händler*innen achten darauf, dass Fleisch des ganzen Tieres zu verwerten. Die Landwirt*innen erhalten dabei einen fairen Preis und wir garantieren die wesensgemäße Aufzucht der Tiere.

Stimmen von Aktionsteilnehmern

Anna Breden der Domäne Fredeburg für Landwege EG
"Es fühlt sich für uns nicht richtig an die Kälber, die bei uns am Hof geboren werden mit zwei Wochen anonym wegzugeben. In Zukunft möchten wir Verantwortung übernehmen für alle Tiere, die bei uns geboren werden und sie am Hof großziehen. Deswegen haben wir angefangen regional Kalbfleisch zu vermarkten." Anna Breden, Domäne Fredeburg

besserfleisch[Ingmar Jaschok und May-Britt Wilkens, besserfleisch]

"besserfleisch ist Teil der Aktion "HofRind", weil wir davon überzeugt sind, dass wir den Dingen ins Auge sehen müssen. Zu ignorieren, dass ein großer Teil der Bio-Kälber in der industriellen Kälbermast verschwindet, ist eine Respektlosigkeit gegenüber der tollen Arbeit, die jeden Tag auf Biohöfen geleistet wird. Da möchten wir unseren Teil beitragen." May-Britt Wilkens - besserfleisch

Sebastian Mall [Sebastian Mall, Hofgemeinschaft Grummersort]

"Wir wollen uns den ehtischen Fragen rund um die Tierhaltung neu stellen. Die Aufzucht und Vermarktung der eigenen Kälber ist ein Baustein davon. Die Rinderhaltung steht vor vielen Herausforderungen: von künstlicher Besamung bzw. eigener Zuchtbullenhaltung über die Art der Kälberaufzucht und der Fütterung bis zur Schlachtung. In Zusammenarbeit mit dem Demeter-Verband wollen wir es schaffen diese Baustellen Stück für Stück zu bearbeiten." Sebastian Mall, Hofgemeinschaft Grummersort

Referenz-3[Bildherkunft]

Ich behalte die Rinder, weil [..] Autor

Karte der teilnehmenden Höfe und Händler*innen

Wie komme ich zu HofRind-Fleisch?

  1. Finde hier einen Hof oder eine Händler*in in deiner Region
  2. Nimm Kontakt auf und informiere Dich über Schlacht- und Abholdaten für das HofRind-Fleisch.
  3. Bestelle die Variation Deiner Wahl.

Fleisch und Milch gehören zusammen

Viele Menschen setzen bei Milch und Milchprodukten auf Demeter-Qualität. Das ist toll, doch Milch und Fleisch sind eng miteinander verknüpft. Um Milch zu geben bekommen Kühe jährlich ein Kalb. So werden bei der Produktion von 10 l Milch bzw. 1 kg Hartkäse gleichzeitig ca. 300 g Rindfleisch erzeugt. Da die Nachfrage nach diesem Fleisch aber bisher gering ist, verbleibt nur jedes fünfte weibliche Tier zur Nachzucht der Milchkuhherde auf dem Hof. Die übrigen Kälber werden als Nebenprodukte bislang in die konventionelle Mast verkauft.

Immer mehr demeter-Landwirt*innen möchten neue Wege gehen und alle ihre Kälber auf dem Hof behalten. Sie entschließen sich dafür die Tiere nach demeter-Prinzipien aufzuziehen und ihr Fleisch in den Hofläden oder über regionale Handelspartnerschaften zu vermarkten. Mit der Aktion HofRind unterstützten wir demeter-Landwirt*innen dabei, alle Rinder aus der Milchkuhhaltung kostendeckend aufzuziehen und sie mit Händler*innen und Verbraucher*innen zu vernetzten, damit Fleisch aus der Milchkuhhaltung mit seiner besonderen demeter-Qualität Zukunft hat.

Kuhwohl für alle

Bei uns gehören Kühe auf den Hof, damit der Boden mit gutem Mist gedüngt werden kann. Stolz stehen sie mit ihren Hörnern auf der Weide, denn diese bleiben dran. Heu und Gras kommen vor allem vom eigenen Hof, Kraftfutter gibt es nur in kleinen Mengen. Im Stall haben sie viel Platz, 50 % mehr als auf normalen EU-Bio Betrieben.
Wir bei Demeter sind uns einig: Wir wollen, dass auch die Kälber auf unseren Höfen aufwachsen und nicht in die konventionelle Mast verkauft werden müssen. Ziel für die nahe Zukunft ist es, dass die Kälber auf den Betrieben bleiben und dort unter artgerechten Bedingungen gehalten werden. Dabei gibt es verschiedene Verfahren, je nach betrieblichen Gegebenheiten, die Kälber aufzuziehen.

Sebastian Junge[Bildherkunft]
Zitat aus Interview
[Interview mit Sebastian Junge zur Fleischqualität hinterlegt] Sebastian Junge

Demeter-Jungrind-Fleisch Lecker zubereiten

Damit das Zubereiten ganz bestimmt klappt und Ihr das HofRind-Fleisch richtig genießen könnten hat Sebastian Junge – Biospitzen-Koch und Aktivist für umweltgerechte und nachhaltige Genusskultur für uns Rezept- Inspirationen und Garanleitungen entwickelt, die die besondere Qualität des zarten HofRindfleisch zur Geltung bringen.